Förderprogramm „Allzeitorte. Gemeinsam mehr bewegen.“
Das Programm „Allzeitorte. Gemeinsam mehr bewegen“ unterstützt Kooperationen aus Freizeit-/Alltagsort, Soziokultur und politischer Bildung dabei, Menschen in Begegnung und ins Gespräch zu bringen. Ein Alltags- oder Freizeitort soll gemeinsam mit den Nutzern in einen langfristigen Ort des Miteinanders umgestaltet werden. Dieses Programm wird gefördert durch den Bundesverband Soziokultur e. V. und die Robert Bosch Stiftung GmbH.
Verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Meinungen sollen an dem Ort konstruktiv ins Gespräch kommen und gemeinsame Ideen für Veränderung umsetzen. Ob Schwimmbad, Teestube oder Vereinsheim, ob Elterncafé, Baumarkt oder Parkanlage, ob Nachbarschaftstreff oder Räume in Kirchen, Synagogen oder Moscheen, ob Suppenküche, Fitnessstudio oder KFZ-Werkstatt: Orte, die Menschen ohnehin aufsuchen, bieten großes Potenzial, um unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen, Dialog zu ermöglichen und gemeinsames Handeln anzustoßen. An genau diesen Orten sollen mit einladenden, kreativen und partizipativen Ansätzen unterschiedliche Menschen ab 16 Jahren zusammengebracht werden.
Gesucht werden Kooperationen, die Demokratie im Alltag erfahrbar machen, Vertrauen und Zuversicht stärken sowie nachhaltige Strukturen für Mitsprache und Beteiligung aufbauen. Gemeinsam verwandeln sie einen alltäglichen Ort in einen langfristigen Treffpunkt für Austausch, Mitgestaltung und demokratische Praxis.
Ausschreibung
Bewerben muss man sich mit einer Ideenskizze, mit der Vorstellung der Kooperationen aus Soziokultur, politischer Bildung und einem Alltags- bzw. Freizeitort und der Beschreibung der Situation vor Ort. Die antragstellende Einrichtung muss gemeinnützig sein und den Sitz in Deutschland haben. Die anderen Kooperationspartner müssen nicht gemeinnützig sein. Bewerbungsfrist: 17. Mai 2026.
15 Kooperationen werden im Juni 2026 ausgewählt: Sie erhalten jeweils eine Konzeptionsförderung von 6.000 Euro, um gemeinsam mit den Menschen vor Ort den Bedarf zu ermitteln und ein tragfähiges Projektkonzept zu entwickeln. Sieben Projekte werden anschließend für die Umsetzung von Januar 2027 bis September 2029 mit bis zu 140.000 Euro gefördert.
Alle 15 ausgewählten Projekte profitieren von Qualifizierungsangeboten, Vernetzungstreffen und fachlicher Beratung durch den Bundesverband Soziokultur. Wissenschaftlich begleitet wird das Programm durch die John-Dewey-Forschungs-stelle für die Didaktik der Demokratie (kurz: JoDDiD).
Weitere Informationen erhalten Interessierte unter: soziokultur.de
Quelle: DStGB Aktuell Nr. 1626-02 vom 17. April 2026